[ANZEIGE] Dillenburg liegt an den Ausläufern des Rothaargebirges und Westerwaldes im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Die Fachwerkstadt gilt als die Wiege des niederländischen Königshauses, was ihr den Beinamen Oranienstadt einbrachte. Dillenburg zählt für mich zu den lohnenswerten Zielen auf der Deutschen Fachwerkstraße, denn hier taucht man in große Weltgeschichte ein, erkundet eine beispiellose Burgruine und entdeckt die faszinierende Fachwerkbaukunst unserer Vorfahren. Über der Stadt thront der majestätische Wilhelmsturm auf dem Schlossberg, um den sich eine kleine Altstadt schmiegt. Hier kannst du einen ganzen Tag verbringen und zwischen den historischen Mauern wunderschöne Naturmomente erleben. In diesem Beitrag nehme ich dich mit zu den Sehenswürdigkeiten, zeige dir die schönsten Plätze und habe wie immer ein paar Tipps zur Gastronomie und Unterkunft mitgebracht.
Inhalt
Alles begann 1130


Stadtluft macht frei Die Geschichte Dillenburgs beginnt im Jahr 1130, als die Grafen von Lauenburg-Nassau zur Sicherung ihrer Landesgrenze über dem Dilltal eine Burg auf dem heutigen Schlossberg bauten. Ab 1200 begann man im Tal zu siedeln, 1254 wird Dillenburg erstmals urkundlich erwähnt. Kaiser Ludwig IV. der Bayer verlieh 1344 die Stadtrechte. Dieses Privileg brachte einer Siedlung enorme Vorteile, führte zu wirtschaftlichem Aufschwung und ermöglichte die Selbstverwaltung. Im 16. Jahrhundert fingen die Grafen von Nassau-Dillenburg mit dem Ausbau und Festigung des Schlossberges an.
Das Schicksalsjahr 1723

Alles auf null gesetzt Auf ein besonders einschneidendes Ereignis der Dillenburger Stadtgeschichte möchte ich etwas genauer eingehen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Mai brannten innerhalb der Stadtmauer ca. 75 % der 200 Wohnhäuser nieder. Bis in den Morgen loderten die alles zerstörenden Flammen. Sie wurden von starken Winden angefeuert und fraßen sich durch die Straßen. Für die ca. 1.500 Einwohner war das stadtprägende Ereignis eine unfassbare Katastrophe, die sie ihr Leben lang nicht mehr vergessen sollten. Sie wurden über Nacht obdachlos und verloren alle Vorräte und Existenzen. Zeitungen im ganzen deutschen Land nahmen großen Anteil. Dank einer Kollekte konnte die Stadt innerhalb eineinhalb Jahren wieder aufgebaut werden, die neuerbauten Fachwerkhäuser prägen bis heute das Stadtbild.
Schnelles Urteil Schnell meinte man die Brandstifterin gefunden zu haben. Es sollte die verurteilte Kindsmörderin und Dienstmagd Anna Elisabeth Möhlen aus dem benachbarten Herborn gewesen sein. Der Dillenburger Stadthistoriker Simon Dietrich recherchierte zum „Gedenkjahr 300 Jahre Stadtbrand“ intensiv zu ihrer Person und den fürchterlichen Umständen. Anna Elisabeth wurde unverheiratet schwanger. Um die Schande wohl zu vertuschen, tötete sie ihr Kind direkt nach der Geburt und warf es in einen Bach. Die Tat blieb nicht unentdeckt und so wurde sie zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Hinrichtung war für den 16. Mai geplant, zwei Tage nach Ausbruch des Brandes. Um der Strafe zu entkommen, soll sie mit einer Kerze das Strohdach ihres Gefängnisses in Brand gesetzt haben, sie endete auf dem Galgenberg. An ihrer Schuld gibt es jedoch auch Zweifel… Quelle: www.mittelhessen.de/lokales/lahn-dill-kreis/herborn/verzweifelt-verurteilt-verbrannt-anna-elisabeth-moehlen-2544207
Dillenburger Dellerlecker

Bis auf den letzten Rest Man neckte schon immer gerne die anderen. So wurden die Dillenburger früher zum Spott auch „Dellerlecker“ – „Tellerlecker“ genannt. So ganz lässt sich der Ursprung für diesen ulkigen Ortsnecknamen nicht mehr nachvollziehen, es gibt aber ein paar Ansätze. So sollen die Dillenburger Beamten so arm gewesen sein, dass sie nur die Reste von den goldenen Tellern der Fürsten lecken konnten. Und auch in der Marburger Mensa fielen wohl die Dillenburger Studenten dabei auf, wie sie ihre Teller sauber leckten…
Sehenswürdigkeiten in Dillenburg
Schlossberg

Richtig schön! Ruhig und friedlich ist es auf dem Schlossberg. Gerade im Herbst, wenn das Laub sich so schön verfärbt, ist es über der malerischen Altstadt besonders schön. Hier kannst du einen ganzen Tag verbringen, in die Geschichte des niederländischen Königshauses eintauchen, dich auf eine Reise durch Dillenburgs Wirtschaftsgeschichte in der Villa Grün begeben, an einer etwas gruseligen aber großartigen Tour durch die unterirdischen Verteidigungsanlagen teilnehmen, die Aussicht auf Dillenburg genießen und anschließend richtig lecker im „Wilhelms Café & Restaurant“ essen. Alle Gebäude sind durch den idyllischen Schlosspark miteinander verbunden, der zu Spaziergängen zwischen den historischen Mauern einlädt.



Von Dillenburg zum Befreier der Niederlande Auf dem Dillenburger Schlossberg stand bis zu ihrer Zerstörung durch die Franzosen im Jahr 1760 eine mächtige Festung mit einer riesigen Kasemattenanlage. Das Dillenburger Schloss war die Hauptresidenz der Grafen von Nassau-Dillenburg. Der Befreier der Niederlande, Wilhelm I. von Oranien, wurde 1533 als Sohn von Wilhelm von Nassau und Juliana zu Stolberg hier geboren. (Seiner Mutter bin ich bereits auf meiner Stolberg-Reise im Landkreis Mansfeld-Südharz auf Schloss Stolberg begegnet.). In den Niederlanden ist der Schlossberg sehr bekannt und es kommen jedes Jahr viele niederländische Besucher auf ihren Reisen entlang der Oranier Route nach Dillenburg. Der Schlossberg mit Parkgelände ist rund um die Uhr frei zugänglich.
Wilhelmsturm & Oranien-Nassauisches Museum

Von Wilhelm I. bis zu Johann Moritz der „Brasilianer“ Zu Ehren von Wilhelm I. von Oranien erbaute man von 1872 – 1875 auf dem ehemaligen oberen Schlosshof den 42 m hohen Wilhelmsturm und richtete das Oranien-Nassauische Museum ein. Den größten Teil der Baukosten übernahm damals Prinzessin Marianne von Oranien-Nassau selbst. Über die 4 Ebenen verteilt kannst du dich anhand zahlreicher Exponate, Informationstafeln und Zeichnungen über das Leben Wilhelms I., berühmte Nassauer in der europäischen Geschichte und die Verbindung Nassau-Dillenburgs zum niederländischen Königshaus informieren. Es lohnt sich die 114 Treppenstufen hochzusteigen, von mehreren Terrassen genießt du traumhafte Aussichten auf Dillenburg und das Umland.




Ein echtes Highlight für jeden Royal und Oranje Fan Die Dokumentation finde ich sehr schön gestaltet und vor allem sehr interessant. Es wird auch mit Klischees aufgeräumt, z. B. dass die Niederlande nur aus Käse, Tulpen und Windmühlen bestehen würden. Unser „kleiner“ Nachbar ist tatsächlich ein hoch industrialisiertes Land und Weltkonzerne wie Philips und Unilever haben dort ihren Sitz. Wusstest du, dass der Name „Oranien“ nicht von der Frucht, sondern von der südfranzösischen Stadt und ehemaligen Fürstentum „Orange“ kommt, das Wilhelm I. erbte? Obwohl die offiziellen Flaggenfarben rot-weiß-blau sind, ist Orange bis heute das Identitätssymbol. Wilhelm I. wird bis heute in den Niederlanden verehrt, sein Leben war turbulent und endete tragisch. Da Wilhelm der Anführer des niederländischen Aufstands gegen die spanische Herrschaft war, erklärte der spanische König Philipp II. ihn 1580 für vogelfrei und setzte ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Am 10. Juli 1584 wurde er in seiner Residenz in Delft von einem fanatischen Katholiken erschossen.
Öffnungszeiten: Vom 1. April – 1. November, Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: Ich empfehle dir die Schlossbergkarte für 7,00 € zu kaufen. Sie beinhaltet den Eintritt in das Museum Wilhelmsturm, die Villa Grün und die Teilnahme an einer Kasemattenführung.
Führung durch die Kasematten


Nichts für Angsthasen! Einzigartig und ein absolutes Highlight in Deutschland ist die Führung durch die „Kasematten“, die Verteidigungsanlage des einstigen Schlosses. Früher lag die Anlage oberirdisch. Ein 12 Meter tiefer Graben umschloss das Schloss, schmale Gänge, die Kasematten, verliefen parallel und sicherten den wichtigen Hauptgraben. Nach der Zerstörung des Schlosses im Jahr 1760 wurde das Verteidigungssystem zugeschüttet, ein Teil jedoch in den 1960er Jahren wieder freigelegt. Die ca. einstündige Tour führt durch mächtige Bollwerke und die schmalen Verteidigungsgänge.

Regeln müssen sein! Richtig unangenehm wird es in der „Löwengrube“. Der kühle Raum wurde einst als „Kühlschrank“ genutzt. Man dachte aber auch, er sei ein geeigneter Ort um 2 Löwen zu halten, sie starben in dem feucht-kalten Klima jedoch schnell. Wilhelm I. schenkte einen seiner zweiten Ehefrau als Hochzeitsgeschenk. Schaurig ist auch der Blick in den 62 m tiefen Brunnen. Er wurde zur Wasserversorgung in 40 Jahren von Gefangenen in den Felsen geschlagen. Er ist so tief, dass es ganz unten keinen Sauerstoff mehr gibt! Wer Angst vor Enge, Fledermäusen und Dunkelheit hat, sollte an der Führung nicht teilnehmen! Es ist jedoch zu jeder Zeit für Sicherheit gesorgt, an Regeln müssen sich aber alle Teilnehmenden halten. Da der Boden stellenweise nass und rutschig ist, ist festes Schuhwerk Pflicht! Warme Kleidung wird auch im Sommer empfohlen! Es kann auch sein, dass einem Fledermäuse entgegenkommen. Sie dürfen weder angefasst noch eingesteckt werden, dass kam tatsächlich schon vor!
Die Kasematten können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden!
Führungen: 1. April – 1. November, Samstag und Sonntag um 15 Uhr und dienstags-freitags 15 Uhr in den hessischen Ferien.
Eintritt: Ich empfehle dir die Schlossbergkarte für 7,00 € zu kaufen. Sie beinhaltet den Eintritt in das Museum Wilhelmsturm, die Villa Grün und die Teilnahme an der Kasemattenführung.
Villa Grün



Vergangenheit & Gegenwart Die repräsentative Unternehmervilla „Villa Grün“ der Gruben- und Hüttenbesitzer Grün, beherbergt das „Wirtschaftsgeschichtliche Museum“. Über 3 Etagen verteilt ist die wirtschaftliche Entwicklung des Dillgebiets dokumentiert, das auch als „Hessisches Eisenland“ bekannt ist. Im Kellergeschoss ist eine sehenswerte Bergbauausstellung multimedial erlebbar. Man hat das Gefühl, man sei mitten in einem Bergwerk und kann den Bergarbeitern bei ihrer harten Arbeit unter Tage über die Schulter schauen. Text- und Bildboxen lassen Bergleute vom Zusammenhalt unter Tage erzählen und man lernt u.a. die unterschiedlichen Gesteinssorten kennen.


Von Dillenburg in die ganze Welt Im Erdgeschoss wird die heutige Wirtschaft und Industrie beleuchtet und im Obergeschoss die Zeit um 1900. Hier stehen u.a. Dillenburger Produkte aus Gusseisen im Mittelpunkt, die über die deutschen Grenzen hinaus bekannt waren. Wer sich für Küchen interessiert, findet hier ein paar Schätze. Besonders interessant finde ich das ausgestellte Urmodell der modernen Einbauküche, die sogenannte „Frankfurter Küche“ und die Flugzeugküche. 1954 gab die Deutsche Lufthansa der Dillenburger Firma Sell als erstes den Auftrag eine Flugzeugküche zu konstruieren. Dillenburger Produkte reisten sogar bis zu den Wolken.
Öffnungszeiten: Vom 1. April – 1. November, Dienstag bis Sonntag: 10:00 – 12:00 Uhr und 13:00 – 17:00 Uhr
Eintritt: Ich empfehle dir die Schlossbergkarte für 7,00 € zu kaufen. Sie beinhaltet den Eintritt in das Museum Wilhelmsturm, die Villa Grün und die Teilnahme an einer Kasemattenführung.
Wilhelms Café und Restaurant


Herzenstipp: Den Abend kannst du nach dem wunderschönen Tag auf dem Schlossberg im „Wilhelms Café und Restaurant“ mit Blick über Dillenburg ausklingen lassen. Auf der Karte findest du herzhafte deutsche Küche und aromatische asiatische Gerichte. Die Wahl fiel mir wirklich schwer, die Lust auf asiatisch siegte diesmal. Ich wählte als Vorspeise gebratene Teigtaschen mit Hackfleisch und Chinakohl gefüllt und als Hauptgang die pikanten, chinesischen Nudeln DanDan mit Knoblauch, Hackfleischsauce und Pak Choi. Sehr lecker, reichlich und die Inhaber sind sehr herzlich! Mein Eindruck wird auch von den vielen positiven Bewertungen auf Google & Co. bestätigt. Ich empfehle dir unbedingt vor deinem Besuch einen Tisch zu reservieren!
Adresse: Schlossberg 18
Ein Rundgang durch die Altstadt
Entdecken Stadtplan

Tipp: Nachdem du den Schlossberg mit seinen Museen erkundet hast, gibt es in der Altstadt noch so einiges zu entdecken. Mit dem „Entdecken“ Stadtplan der Tourist Information bist du bestens ausgestattet und dann kann es auch schon in deinem eigenen Tempo los gehen! Du wirst malerische Plätze, Reste der ehemaligen Stadtbefestigung, die „Wilhelmslinde“, sehenswerte Fachwerkhäuser und das Stadtschloss entdecken. Dazu erfährst du auch noch wissenwertes zu den einzelnen Stationen. Dillenburgs Altstadt bietet so manche historische Schätze die du nicht verpassen solltest, ich zeige dir meine Highlights!
Altes Rathaus

Wie aus einem Märchen Das historische Rathaus in Dillenburg wurde nur ein Jahr nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1723 anstelle des alten Ratsgebäudes mit einem massiven Steinunterbau und einem Fachwerkaufsatz erbaut. Bis 1930 wurde es von der Stadtverwaltung genutzt, heute ist dort die Tourist Information und das Kultur- und Sportamt untergebracht, schau gerne mal rein und hole dir Informationsmaterial zu Dillenburg und den „Entdecken“ Stadtplan ab oder buche eine der angebotenen Stadtführungen. Wie viele Rathäuser war das Dillenburger ein Multifunktionsgebäude. Da es lange Zeit das einzige geeignete Gebäude für Veranstaltungen jeglicher Art war, wurde der Versammlungssaal bisher für Konzerte, Bälle, Theatervorstellungen, Diskussionsabende und als Turnhalle genutzt. Dillenburg war schon immer überschaubar und so reichten die Räumlichkeiten des kleinen Gebäudes für den Bürgermeister, die 10 Personen der Stadtverwaltung, den zwei Polizisten und zwei Nachtwächtern.
Hüttenplatz




Die Eisengießer-Skulptur am Dillenburger Hüttenplatz erinnert an die Verhüttung von Eisen- und Kupfererzen, die bereits für das Jahr 1444 an diesem Platz belegt ist. Das Gebiet gilt als das älteste Dillenburgs. Der malerische Platz ist umsäumt von einigen der ältesten Fachwerkhäuser der Stadt. Sie stammen aus dem 16., 17., und 18. Jahrhundert und blieben von den Flammen des schrecklichen Stadtbrands verschont. Besonders sehenswert ist das 1650 erbaute barocke Fachwerkhaus „Haus Stremmel“ und das danebenliegende Gasthaus „Schwarzer Adler“, schau sie dir bei deinem Stadtspaziergang mal etwas genauer an. Sie sind mit kunstvollem Schnitzwerk verziert und zählen zu den schönsten Fachwerkhäusern Dillenburgs. Am Hüttenplatz habe ich übrigens sehr gut im „Hotel & Restaurant Liebezeit“ übernachtet und leckere Tapas gegessen, ich stelle es dir als nächstes vor.
Hotel & Restaurant Liebezeit

Genusstipp: Das „Hotel & Restaurant Liebezeit“ ist eines der ältesten Gebäude am Hüttenplatz und blickt auf eine lange Tradition zurück. Erwähnt wurde es erstmals 1607 als „Gasthaus zum Stiefel“. Hier kann man nicht nur gut übernachten, lecker essen und fein frühstücken, die Lage ist auch perfekt um die Altstadt und den Schlossberg zu erkunden. Das Hotel mit Restaurant & Tapas Bar wird seit 2021 von Ronny Samuel Bouaissa, einem aus Marokko stammenden Spitzenkoch geführt und hat sich zu einem sehr beliebten Lokal mit mediterranem Ambiente, katalanischer Küche und liebenswerten Service entwickelt. Vielleicht kennst du den leidenschaftlichen Koch von der Kochsendung „Mein Lokal, Dein Lokal“, in der er für sich und sein Team den Wochengewinn nach Dillenburg brachte. In den warmen Monaten kann man auch draußen auf dem Hüttenplatz sitzen und das wunderschöne Fachwerkambiente genießen.

Ein Ausflug in die Küche Kataloniens Ich ließ den ersten Abend meiner Dillenburg Reise im gemütlichen Gastraum bei Kerzenschein ausklingen und wählte die Tapas Platte mit 25 verschiedenen kalten und warmen spanischen Häppchen. Es gab Fischspezialitäten, eine mit Paella gefüllte Muschel, Fleischbällchen in einer pikanten Tomatensauce, Oliven und so unglaublich leckere Datteln im Speckmantel. Danach war die Creme Catalana der krönende Abschluss, so lecker!



Die 12 Zimmer sind liebevoll und individuell eingerichtet und verfügen alle über W-LAN, LCD-TV, Telefon sowie einem Bad mit Dusche oder Badewanne. Am Frühstücksbuffet wird man schon am frühen Morgen mit einem freundlichen „Haben Sie gut geschlafen?“ empfangen, so lieb und die Auswahl am Buffet lässt wieder keine Wünsche offen.
Adresse: Hüttenplatz 11
Gasthaus "Zur Krone"

Die Fürstenherberge „Die Krone“ am unteren Ende der Hauptstraße zählt zu den ältesten Gastwirtschaften Dillenburgs, heute ist sie vor allem als die Kultkneipe „U-Boot“ bekannt. Sie wurde noch vor dem großen Stadtbrand, wahrscheinlich Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut und galt lange als die „Nobelherberge“ der Stadt. Es sollen zahlreiche Fürsten hier genächtigt haben. Auch diese Fassade fasziniert mit filigran gearbeitetem Schnitzwerk.
Stadtschloss-Untertorgebäude


Isabelles Schloss Der Stadtplan führt dich auch zum Stadtschloss. Fürstin Isabelle Charlotte von Nassau-Dietz, die Gemahlin des Fürsten Christian von Nassau-Dillenburg, wohnte hier. Ihr Mann feierte auf dem Schloss zu viele Feste, die Ehe blieb kinderlos, es gab finanzielle Schwierigkeiten und es kam folglich häufig zu Streit. So zog es sie runter in die Stadt und sie ließ 1737 das Untertor mit den zwei danebenliegenden Häusern zu einem großen Gebäudekomplex verbinden. Christian versuchte sie wieder für sich zu gewinnen und zeigte sich großzügig. Er schenkte ihr eine Kupferhütte, die Isabellenhütte, was sie jedoch nicht erweichen ließ. Nach Christians Tod zog sie auf ihren Witwensitz in das Schloss Herborn und verstarb dort 1757.
Beamtenviertel


Barockes Neubauviertel Nach der Zerstörung des Schlosses brauchte man für den gesamten Hofstaat eine neue Heimat. Mit den Steinen der Festung baute man neue barocke Häuser in der heutigen Wilhelmstraße auf. Es entstanden Wohnungen für die oranien-nassauischen Regierungsbeamte, ein neuer Marstall mit Reithalle, eine Orangerie und das Prinzenhaus, ein standesgemäßes Quartier für die Prinzen von Oranien. Spaziere hier auch unbedingt entlang und mache auch einen Abstecher in den Hofgarten.
Bäckerei Wilhelm Stoll


119 Jahre alte Rezepte Wenn du so wie ich echtes Brot und Backwaren wie früher vermisst, dann musst du unbedingt in der „Bäckerei Wilhelm Stoll“ vorbeigehen. Hier wird noch traditionell gebacken, der Teig bekommt die Zeit, die er benötigt und es werden keinerlei Zusätze verwendet. Es duftet wie in einer Bäckerei meiner Kindheit und die Verkäuferinnen sind so herzlich und kennen ihre Kundschaft. Das knusprige Bauernbrot und ein „Appellaabche“ mit Zimt und Zucker kamen mit nach Hause.
Adresse: Hauptstraße 85
Dillenburg auf einer Stadtführung kennenlernen

Tipp: Ich liebe Stadtführungen und empfehle immer an einer teilzunehmen. Die Tourist-Information hat eine Vielzahl unterschiedlicher Stadtführungen im Angebot. Wie wäre es auf der Führung „Herzhaft auf Tour“ kleine Kostproben von heimischen Herstellern zu genießen und gleichzeitig die Stadtgeschichte kennenzulernen? Oder in die Welt der Dillenburger Mörder, Hexen und Geisterlegenden auf der Führung „Die dunkel Seite der Stadt“ einzutauchen? Mich begleitete der erfahrene Stadtführer Helmut Lehr in seiner historischen Gewandung als Advokat „Anton Ulrich von Erath“ durch Dillenburg. Er zeigte mir mit viel Augenzwinkern so manche Kuriosität, erzählte vom „Dillenburger Dellerlecker“ und ließ mich an den Eheproblemen der Oranier teilhaben. Von April bis Oktober findet jeden zweiten Sonntag im Monat um 11 Uhr eine 75- minütige offene Stadtführung statt. Der Treffpunkt ist an der Tourist-Information, 6 € sind bitte pro Person in bar mitzubringen. Info: www.dillenburg.de
Fachwerk entdecken


Augen auf! Fast alle Fachwerkhäuser wurden nach dem großen Stadtbrand im Jahr 1723 in fränkischer Bauweise erbaut. Viele sind mit Blumenranken und Früchten reichverziert. Wie in allen anderen Fachwerkstädten bräuchten ein paar dringend eine Sanierung, aber die meisten sind in einem guten Zustand. Also Augen auf beim Stadtspaziergang, es gibt viel zu entdecken!
Dillenburg - Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße

Fachwerk auf der Deutschen Fachwerkstraße erleben Aus der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte entstand 1990 die Deutsche Fachwerkstraße, die sich mittlerweile zu einer der beliebtesten Kultur- und Ferienstraßen Deutschlands entwickelt hat. Auf einer Gesamtlänge von über 3.900 km verbindet die in acht regionale Teilstrecken unterteilte Straße über 120 malerische Fachwerkstädte. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Kulturdenkmäler und abwechslungsreiche Landschaften gibt es entlang der Strecken zu entdecken und regionale Traditionen, Bräuche und Spezialitäten kennenzulernen. Dillenburg ist ein lohnenswertes Ziel auf der Teilstrecke „Vom Westerwald über Lahntal und Taunus zum Main“.
Info: Weitere Informationen zur Deutschen Fachwerkstraße, den Mitgliedsstädten und Regionalstrecken findest Du auf www.deutsche-fachwerkstrasse.de.
Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand in Zusammenarbeit mit der Oranienstadt Dillenburg und der Deutschen Fachwerkstraße.
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