Fritzlar Sehenswürdigkeiten – 20 Highlights & Tipps

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ANZEIGE Die historische Dom- und Kaiserstadt Fritzlar liegt nahe Kassel im burgenreichen nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis und feiert 2024 seine Gründung vor 1.300 Jahren. Fritzlar ist bekannt für seinen pitoresken Marktplatz, den Dom St. Peter sowie für die zahlreichen mittelalterlichen Türme, die man schon von weitem sehen kann. Damit Deine Zeit in Fritzlar ein unvergesslicher Ausflug wird, zeige ich Dir in diesem Beitrag die schönsten Sehenswürdigkeiten, Fachwerkhäuser und Unternehmungsmöglichkeiten. Du wirst über die Stadtgeschichte lesen und erfahren, wo Du richtig gut nach einer Stadtbesichtigung essen kannst. 

Inhalt

Fritzlar - Ein geschichtsträchtiger Ort

Fritzlar Sehenswürdigkeiten

Die Gründung Fritzlars geht auf den Heiligen Bonifatius, auch Apostel der Deutschen genannt zurück. Der englische Mönch gilt als Star unter den Missionaren. Vor 1.300 Jahren kam er nach Fritzlar, ins damalige Frankenreich. Vom keltischen Christentum hielt er nicht viel und er zwang die Chatten (das war ein germanischer Stamm der in großen Teilen Hessens siedelte) sich Rom zu unterwerfen. Nicht gerade zimperlich ging er dabei vor. Mit militärischer Rückendeckung fällt er die Donareiche, einen heiligen Baum, der dem germanischen Gott Donar geweiht war. Aus seinem Holz baute er 724 eine kleine Kapelle, wahrscheinlich stand sie genau an der Stelle, an der im 11. Jahrhundert der Dom St. Peter erbaut wurde. Es wurde ein Benediktinerkloster gegründet und von seinem Gefährten Abt St. Wigbert geführt. 

Die Siedlung Frideslar (Ort des Friedens) entstand, die Lage an einem wichtigen Kreuzungspunkt frühmittelalterlicher Straßen war vorteilhaft. Fritzlar entwickelte sich zum Zentrum der Christianisierung des nordhessischen- thüringischen Raumes und eigentlich auch ganz Deutschlands. 919 wird in Fritzlar der Herzog von Sachsen „Heinrich I.“ zum neuen König des ostfränkischen Reichs gekrönt. Er vereinte später alle deutschen Stämme und gilt deshalb als erster deutscher König und Gründer des Heiligen Römischen Reiches. Ab der zweiten Hälfte des 11. bis in frühe 19. Jahrhundert gehörte Fritzlar zum Erzbistum Mainz. Unter Mainzer Verwaltung blühte Fritzlar auf, Kaufleute siedelten sich an und die erste Münzprägestätte Hessens entstand. Die Stadt war immer wieder Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Pest und der 30 jährige Krieg ließen die Bevölkerung von 2.000 auf gerade einmal 600 Seelen schrumpfen. 

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Fritzlar

Fritzlars Sehenswürdigkeiten sowie die besondere historische Bedeutung ziehen jedes Jahr viele Touristen, Fachwerkliebhaber und geschichtsinteressierte an die Eder. In wirklich jedem Winkel findest Du einzigartige Zeitzeugen. Welche das sind, zeige ich Dir jetzt. Für jeden ist etwas dabei!

Marktplatz

Deutsche Fachwerkstraße Fritzlar

Der historische Marktplatz ist der Mittelpunkt der geschichtsträchtigen Fachwerkstadt und gilt als einer der schönsten Deutschlands. Sobald sich die Sonne zeigt, füllen sich schnell die Straßencafés und Restaurants. Fritzlar ist einfach schön, eine Stadt zum genießen und vom Alltag abzuschalten. Das Fachwerkensemble um den historischen Platz ist phantastisch. Die Fachwerkhäuser sind top saniert und jedes ist ein liebenswertes Unikat. Der Marktplatz ist seit dem Mittelalter ein beliebter Treffpunkt und Veranstaltungsort. Bis heute findet in der malerischen Kulisse der Wochenmarkt und in der Adventszeit der Weihnachtsmarkt statt.  Im mittelalterlichen Fritzlar wohnte hier eigentlich nur die Elite, reiche Kaufleute, Adlige oder Ratsherren. Auf dem Marktplatz war viel los, er war schon immer sozusagen der Hotspot. Es wurde öffentlich Gericht gehalten, hingerichtet, gehandelt und Gaukler unterhielten die Bürger.

Rolandsbrunnen

Fritzlar Marktplatz
Fritzlar Rolandsbrunnen

Im Zentrum steht als Symbol der Eigenständigkeit Fritzlars der 9 m tiefe Rolandsbrunnen. Der Ritter trägt das Wappen des Mainzer Kurfürsten und Erzstiftes sowie der Stadt Fritzlar. In den mittelalterlichen Städten gab es Brunnen an jeder Ecke, sie waren beliebte Treffpunkte der Frauen, die für das Wasserholen zuständig waren und dort Neuigkeiten austauschten. In manchen Brunnen wurde an den Markttagen frischer Fisch gelagert, viele wurden zum tränken der Tiere genutzt, aber meistens dienten sie der reinen Wasserversorgung. Brunnen inspirierten auch zahlreiche Geschichten und Märchen und galten als Übergangportal ins Jenseits. 

Schmale Haus

Fritzlar Fachwerk

Das schmale Haus am Rand des Marktplatzes ist ein wunderbares Beispiel für den Einfallsreichtum der mittelalterlichen Hausbauer. Um wenigsten mit nur ca. 2 m Hausbreite gute Sicht auf den Markt zu haben, ließ man sich die schrägsten Konstruktionen einfallen. Wer auch nur ein Fenster oder nur ein noch so kleines Guckloch mit Blick zum Marktplatz hatte, war im Vorteil und immer bestens informiert.

Kaufhäuschen der Michaelisbruderschaft

Fritzlar Marktplatz

Das schmale Fachwerkhaus mit spitzen Dach ist das 1475 erbaute Gildehaus der Michaelisbruderschaft. Diese Kaufmannschaft war eine der ältesten deutschen kaufmännischen Vereinigungen, denn sie schloss sich bereits im 13. Jahrhundert zusammen und entstand somit früher als die Hanse. Das ehemalige Kontorgebäude wird auch liebevoll Kaufhäuschen genannt und zählt zu den schönsten und ältesten Häusern der Stadt. An den zwei großen Toren im Erdgeschoss kann man die Nutzung als Kontor noch gut erkennen. Im Mittelalter fuhr man mit den Kutschen und Karren in das Erdgeschoss ein, um dort Waren abzuladen.

Zwischen den Krämern

Deutsche Fachwerkstraße

„Zwischen den Krämen“ heißt die Verbindungsstraße zwischen dem Marktplatz und dem Domplatz, in der die Krämer und Kaufleute ansässig waren. Krämer waren Verkäufer von Kleinwaren, damals Kram genannt. Heute nutzen wir diese Begriffe eher nicht mehr, dafür aber das abgeleitete Verb „kramen“ für etwas suchen oder herumwühlen. In dieser alten Handelsstraße stehen zwei ganz besondere Fachwerkhäuser. Du musst sie Dir unbedingt ansehen!

Spitzenhäuschen

Spitzenhäuschen
Fachwerk Fritzlar
Tourist Information Fritzlar

Das sogenannte Spitzenhäuschen zählt zu meinen absoluten Lieblingshäusern und zu den Hinguckern in Fritzlar. Erbaut wurde es 1415 in der damaligen Ständerbauweise. Zu dieser Zeit lebten gerade einmal 350 Mio. Menschen auf der Erde. Das Rittertum fand sein Ende, mächtige Könige entdeckten fremde Kontinente und die Welt befand sich im Wandel. Die Kulturepoche der Renaissance sowie der italienische Humanismus formten ein neues Bild des Menschen.

Das schiefe, krumme Spitzenhäuschen verdankt seine besondere Form nicht etwa seinem Alter, sondern missglückten Umbauarbeiten im Keller im Jahre 1440. Dabei senkte sich die Nordwand ab und die einzigartige Form entstand. Die meiste Zeit wurde es wie die meisten Häuser in der Straße als Krämerhaus genutzt und wurde bis in die 1970er Jahre bewohnt. Heute ist hier das Stadtarchiv und die Tourist Information untergebracht, die bis auf Sonntags, täglich geöffnet hat. Sehenswert ist auch die Deckenmalerei im 1. Obergeschoss. 

Adresse: Zwischen den Krämen 5

Haus Brüggemeier

Haus Brüggemeier
Haus Brüggemeier

Direkt gegenüber steht das um 1470 erbaute Haus Brüggemeier. Das Gebäude ist nicht nur in einem unglaublich guten Zustand, man kann auch ganz wunderbar die frühere Ständerbauweise erkennen. Das vorkragende Obergeschoss ist mit Andreaskreuzen verziert und wird von Knaggen gestützt. Wahrscheinlich wurde es zuerst als Handwerkshaus erbaut, später jedoch als Kaufmannshaus genutzt, wie man noch an den spitzbogigen Kontor- und Verkaufsfenster erkennen kann. 

Adresse: Zwischen den Krämen 12

Rathaus

Rathaus Fritzlar

In Fritzlar sind die wichtigsten Gebäude sehr alt. So auch das Rathaus, das als ältestes Amtshaus Deutschlands gilt, bis heute ist hier die Stadtverwaltung untergebracht. Bereits 1109 wurde es erstmals erwähnt und seit 1274 als Rathaus genutzt. Einige Mauerteile an der Westseite stammen noch aus romanischer Zeit und am Südportal ist ein Relief des heiligen Martin angebracht. 

Deutsche Fachwerkstraße

Deutsche Fachwerkstraße Fritzlar

Aus der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte entstand 1990 die Deutsche Fachwerkstraße, die sich zu einer der beliebtesten Ferienstraßen Deutschlands entwickelt hat. Auf einer Gesamtlänge von über 3.900 km verbindet die in acht regionale Teilstrecken unterteilte Straße die schönsten Fachwerkstädte mit ihren Sehenswürdigkeiten und Kulturgütern. Fritzlar liegt auf der Strecke „Vom Weserbergland über Nordhessen zum Vogelsberg und Spessart“ und zählt zu den Highlights der abwechslungsreichen Strecke.

Weitere Informationen zur Deutschen Fachwerkstraße und ihren Mitgliedsstädten findest Du auf www.deutsche-fachwerkstrasse.de.

Dom St. Peter

Dom St. Peter Fritzlar

Der Dom St. Peter zählt zu den bedeutensten Baudenkmälern Nordhessens. Die katholische Stadtkirche geht auf einen hochromanischen Bau von 1085/90 zurück. Seit 2004 trägt er den Ehrentitel Basilica minor, der vom Papst nur an die bedeutensten Kirchengebäude verliehen wird. Die Krypta geht auf das 11. Jahrhundert zurück, in ihr befindet sich das Hochgrab des heiligen St. Wigbert. 

Dom St. Peter Fritzlar

Das Areal auf dem der Dom steht, liegt etwas erhöht. Betritt man den Dom, hat man das Gefühl es geht eine Etage tiefer. Das liegt daran, dass man eigentlich auf einem Trümmerberg steht, der um den Dom herum entstand. Ähnlich wie die Trümmerberge, die nach dem 2. Weltkrieg entstanden. In Pforzheim haben wir so einen. Fritzlar wurde in seiner Geschichte mehrmals in kriegerischen Auseinandersetzungen komplett zerstört und so wuchs der Trümmerberg langsam aber stetig an.

Bonifatius-Denkmal

Bonifatius Denkmal

Das Bonifatius-Denkmal mit Gedenktafel auf dem Domplatz ist eine nicht ganz unumstrittene Skulptur des Stuttgarter Künstlers Ubbo Enninga. Sie stellt Bonifatius mit einer Axt in der Hand auf dem Stumpf der Donareiche dar und wurde 1999 vom Fritzlarer Kunstverein gestiftet. Da sie den gewaltsamen Akt der Zwangs-Christianisierung verherrliche, stieß sie bei manchen auf Protest. Zurecht? Zumindest regt sie Diskussionen an und das finde ich immer gut.

Dommuseum und Dombibliothek

Dommuseum Fritzlar

In den historischen Räumen des Kreuzgangs und des ehemaligen Stiftsgebäudes präsentiert das Dommuseum Fritzlar sakrale Kunst aus der 1.000 jährigen Kloster-, Sifts- und Kirchengeschichte. Die meisten Exponate wurden eigens für St. Peter angefertigt und befinden sich bis heute noch an dem für sie bestimmten Ort. In der Schatzkammer werden ganz besondere Schätze aufbewahrt. Das 1020 hergestellte Heinrichskreuz war ein Geschenk Kaiser Heinrich II. an Fritzlar. Es ist mit Edelsteinen geschmückt und Splitter des Kreuzes Jesu sollen eingearbeitet sein. Das Scheibenreliquiar mit dem Kamm des Bonifatius soll von Bonifatius zum Haare kämmen benutzt worden sein, das Alter der Reliquie würde auf jeden Fall passen. Im Dommuseum darf leider nicht fotografiert werden, so kann ich Euch keine Fotos von den Schätzen und dem Kreuzgang zeigen.

Einen Blick in die Dombibliothek zu werfen lohnt sich ebenfalls sehr. 197 Handschriften aus der Zeit des 8.-17. Jahrhunderts werden hier aufbewahrt. Die älteste Handschrift stammt aus der Zeit des Bonifatius und des heiligen Wigberts. Die Öffnungszeiten bitte anfragen.

Eintritt: 5,00 €/ermäßigt 3,00 €

Kombiticket 7,00 € inklusive Dommuseum

Öffnungszeiten: Sommermonate Dienstag – Freitag von 10:30-12:30 Uhr und 14:00-17:00, Samstag von 11:00-16:00 Uhr, Sonntag von 14:00-16:00 Uhr 

Wintermonate Dienstag – Freitag von 10:30-12:30 Uhr und 14:00-16:00, Samstag von 11:00-16:00 Uhr, Sonntag von 14:00-16:00 Uhr 

Adresse: Dr.-Jestädt-Platz 15a

Museum Hochzeitshaus

Museum Hochzeitshaus Fritzlar

In einem der größten Fachwerkhäuser Hessens ist nach aufwändigen Sanierungsarbeiten kurzweilig und im modernen Design die 1.300- jährige Stadtgeschichte dokumentiert. Nach vier Jahren Umbauzeit wurde das neue Stadtmuseum im Juli 2022 eröffnet und hat sich seitdem zu einem beliebten Veranstaltungsort für Ausstellungen und Lesungen entwickelt. Das Gebäude hat eine lange und spannende Geschichte. Das Hochzeitshaus wurde 1580 als „Eventlocation“ erbaut und bot Raum für die vielen hundert Gäste, die im Mittelalter zu Hochzeiten geladen waren. Im Erdgeschoss wurde für die Hochzeitsgesellschaft gekocht, im 1. Obergeschoss gegessen und gefeiert und unter dem Dach schlief man nach den ausschweifenden Feierlichkeiten. Die Nachtwächter und Henker hatten an den Festtagen besonders viel zu tun.

Museum Hochzeitshaus Fritzlar
Museum Hochzeitshaus Fritzlar
Museum Hochzeitshaus
Museum Hochzeitshaus

Das Museum Hochzeitshaus ist riesig. Besonders beeindruckend finde ich die großen Eichenständer, die schon seit so vielen Jahrhunderten zuverlässig das Gebäude tragen. Moderne Medienstationen vermitteln die Stadtgeschichte Fritzlars von den ersten Siedlungen der Kelten bis in die jüngste Vergangenheit. Sehr Interessant ist die 3D-Simulation einer Grabkammer von 3.500 v. Chr. sowie das alte Bodenmosaik im Eingangsbereich.

Eintritt: 4,00 €/ermäßigt 2,00 €

Kombiticket 7,00 € inklusive Dommuseum

Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag von 12-16:30 Uhr 

Öffentliche Führung: jeden Donnerstag 15 Uhr, kostenfrei nur Eintritt

Info: www.museum-hochzeitshaus.

Adresse:  Am Hochzeitshaus 6-8

Grauer Turm

Grauer Turm Fritzlar

Fritzlar wird auch als die Stadt der Türme bezeichnet, denn von den einst 23 Wehrtürmen sind noch 10 sowie 7 Warttürme erhalten. Der markanteste ist der 38,5 m hohe Graue Turm, der als einer der höchsten noch erhaltenen Wehrtürme Deutschlands gilt. Er war Teil der mächtigen Stadtbefestigung und wurde auch als Gefängnis und Hinrichtungsplatz genutzt. 

Damit der Henker es nicht soweit zur Arbeit hatte, wohnte er gleich nebenan. Wusstest Du, dass Henkersfamilien nur untereinander heiraten durften? Ihr Berufsstand galt nämlich als unehrenhaft. Man brauchte sie, wollte aber nichts mit ihnen zu tun haben. Der Henker übernahm viele unbeliebte Aufgaben. Außer die Todesurteile zu vollstrecken, reinigte er u. a. die Kloaken, schaffte Leichen aus der Stadt raus , hatte die Aufsicht über die Prostituierten und war tatsächlich eine günstige Alternative zum Arzt. Denn der Henker kannte sich gut mit der Anatomie des Menschen aus. Der Verkauf von Menschenfett, das sogenannte „Armsünderfett“, das für die Herstellung von Salben genutzt wurde, war eine gute Einnahmequelle für ihn.

Der Graue Turm kann besichtigt werden. Auf den ersten Etage ist eine Ausstellung zur Hexenverfolgung in Fritzlar eingerichtet und eine Etage höher kannst Du Dich über die Zerstörung der Stadt im Jahr 1232 informieren. Schandpfahl, Pranger und das Angstloch sind stille Zeitzeugen der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit und Grausamkeit. 

Öffnungszeiten: April bis Oktober, Mittwoch – Sonntag, 13 – 16 Uhr,

Eintritt: 2,00 €/ ermäßigt 1,00 €

Adresse: An der Stadtmauer 3

Der Rondengang

Rondengang Fritzlar
Fachwerk Fritzlar
Stadttürme Fritzlar

Bei einem Stadtrundgang auf dem 2,5 km langen Rondengang entdeckst Du die fast vollständig erhaltene Stadtmauer und die 10 Wehrtürme. Sie haben die für mittelalterliche Türme typischen Namen wie Frauen,- Alter oder Bleichenturm. Der Rundweg führt einmal komplett um die Altstadt, vorbei an Spielplätzen und durch alte Gassen. Am Winterturm führt die Neustädter Straße runter zum malerischen Mühlengraben. Von dort hast Du einen tollen Blick auf die Stadt und kannst einen Spaziergang am Mühlengrabenpfad unternehmen.

Vier-Türme-Blick

Vier-Türme-Blick-Fritzlar
Vier-Türme-Blick-Fritzlar

Vom Mainzer Ring aus hast Du den schönsten Blick auf Fritzlar. Der Weg von der Altstadt  runter zum Vier-Türme-Blick lohnt sich. Von hier kannst Du die phantastische Altstadtsilhouette mit den vier Türmen Kanzel,- Winter,- Frauen und Grauer Turm und dem Dom St. Peter zusammen auf einem Blick fotografieren. 

Malerwinkel

Malerwinkel Fritzlar

Als Malerwinkel bezeichnet man den romantischen Blick am Mühlengraben über die Hospitalbrücke hoch zum Dom St. Peter. Hier beginnt auch der 3 km lange idyllische Mühlengraben-Pfad und der Wanderweg ARS NATURA. Früher standen an dem Mühlengraben Getreidemühlen, eine Lohmühle der Gerber und eine Walkmühle der Tuchmacher. Der Auenlehrpfad führt vorbei am Erlenbruchwald, der an einen Urwald erinnert.  Mit etwas Glück kann man hier den nistenden Eisvogel beobachten. Zurück führt der Weg vorbei an Fischzuchtanlagen und Streuobstwiesen. 

Heilig-Geist-Kapelle

Heilig Geist Kapelle Fritzlar
Heilig Geist Kapelle Fritzlar

Die Heilig-Geist-Kapelle gilt als ein Geheimtipp in Fritzlar. Gegenüber des Malerwinkels liegt sie etwas versteckt hinter einer Steinmauer auf einem Gutshof, bei dem man sich den Schlüssel zur Kapelle abholen kann. Um den pflegebedürftigen Hospitalbewohnern den Besuch am Gottesdienst zu ermöglichen, wurde sie um 1300 als Kirche des Heilig-Geist-Hospitals  erbaut.  Die kleine Kapelle ist absolut sehenswert, sie ist im neugotischen Stil ausgemalt und eingerichtet. Ein richtiges Juwel!

Adresse:  Am Siechenrasen

Öffentliche Stadtführung

Stadtführung Fritzlar

Für mich gehört eine Stadtführung zu jeder Städtereise dazu. Ich erhalte schnell einen ersten Überblick, lerne die versteckten Ecken kennen und erfahre Wissenswertes zur Stadtgeschichte. Oft fließen auch persönliche Erlebnisse und Erinnerungen der Städteführer mit ein. Mich führte der herzallerliebste Herr Mittelstädt in einem prächtigen Gewand eines Patriziers aus dem 15. Jahrhundert durch seine Wahlheimat Fritzlar. Trotz leichten Regens hatten wir eine tolle Tour zusammen und ich habe wieder viel über mittelalterliche Gebräuche und die bedeutsame Stadtgeschichte Fritzlars gelernt. 

Dabei sprach Herr Mittelstädt auch die eher unangenehmen und peinlichen Themen an, wie das mittelalterliche Empfinden von Hygiene, ausschweifende Hochzeitsfeiern oder auch die Bedeutung der Rosengassen an. Am grauen Turm angelangt, konfrontierte er mich mit den allgemeinen Aufgaben eines Henkers, zeigte mir wo er wohnte und erzählte mir, warum es ganze Henkersdynastien gab. Öffentliche Stadtführungen finden statt vom 1. März bis 31. Oktober, der Treffunkt ist am Rathaus. In den Wintermonaten sind Gruppenführungen auf Nachfrage buchbar.

Zeiten: Montag bis Freitag 10:30 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertags 10:30 Uhr & 14:30 Uhr

Kosten 6,00 € pro Person, Kinder sind bis einschließlich 14 Jahre in Begleitung Erwachsener kostenfrei

 Info:  www.gilde-fritzlar.de

Das Nägel

Das Nägel Fritzlar
Das Nägel
Das Nägel

Tipp: Das Restaurant Nägel wurde mir empfohlen und ich kann die Empfehlung nur weitergeben, denn dort habe ich gleich dreimal sehr gut zu fairen Preisen gegessen. Das Nägel ist eine Institution an einem der schönsten Marktplätze Deutschlands. Das Restaurant erstreckt sich über zwei miteinander verbundene Gebäude. Das linke Gebäude mit der auffälligen Fachwerkfassade ist jedoch nicht sehr alt. Es wurde anstelle von abgebrannten Pferdeställen des Hotel Nagels nach 1905 in niedersächsischer Fachwerkbauart erbaut.

2012 übernahmen Josef und Astrid Krammer aus Österreich den Gebäudekomplex. Herr Krammer kochte schon mit berühmten Köchen und erhielt eine Haube vom Feinschmeckerführer Gault & Millau. Diese Auszeichnung steht für ein sehr empfehlenswertes Haus mit ambitionierter Küche. Mit der jahrelangen Erfahrung seiner Frau in Spitzenhotels und ihrem phantastischen Gespür für Interior und modernes Wohlfühlambiente gilt das Nägel zurecht als die beste Adresse in Fritzlar.

Das Nägel Speisekarte
Das Nägel Speisekarte

Die österreichische Heimat des Spitzenkochs findet man auch auf der Speisekarte wieder. Neben Klassikern wie Wiener Schnitzel, Apfelstrudel und Backhendl sind Speisen aus der ganzen Welt vertreten. Sehr beliebt ist auch das Frühstücksangebot und feines vom heißen Stein. Hier stimmt einfach das Gesamtkonzept. Das Serviceteam ist super zuvorkommend und herzlich, das Essen wird mit viel Leidenschaft zum Kochen zubereitet. 

Adresse: Marktplatz 12-14

Info: www.das-naegel.de

Hotel Domgarten Fritzlar

Hotel Domgarten Fritzlar
Hotel Domgarten Fritzlar

Direkt hinter dem Dom liegt das familiengeführte Hotel Domgarten. Die Lage ist super, denn alle Sehenswürdigkeiten sind fußläufig in nur wenigen Minuten zu erreichen. Das Hotel befindet sich in einem 1827 erbauten Herrenhaus eines Husarenmajors und ist von einem parkähnlichen Garten mit Fischteich umgeben. Auf der Sonnenterrasse kann man das Altstadtflair nach einer Stadtbesichtigung genießen und entspannen. Die Gastgeber sind sehr freundlich und hilfsbereit, so fühlt man sich gleich in Fritzlar wohl und willkommen.

Hotel Domgarten Fritzlar

Die Zimmer sind komfortabel, großzügig geschnitten und in warmen, mediterranen Farben gestaltet. Kabel-TV, Telefon und W-LAN stehen kostenfrei zur Verfügung. Das moderne Bad ist ist mit einer Dusche und Fön ausgestattet. Toll ist der Blick auf den wirklich schönen Garten und die Altstadt.

Hotel Domgarten
Hotel Domgarten

Mit einer Kanne frischaufgebrühten Kaffee wird man am Morgen im gemütlichen Frühstücksraum begrüßt. Am Frühstücksbuffet im mediterran gestalteten Restaurant findet wirklich jeder etwas, um gestärkt in den Tag zu starten. Leider hat die Küche des Restaurants mittlerweile geschlossen, die soll nämlich auch sehr gut gewesen sein.

Adresse: Neustädter Straße 9

Info: www.hotel-domgarten.de

Hessentag 2024

Kennst Du den Hessentag? Ich muss zugeben, mir war er bis zu meinem Besuch in Fritzlar nicht bekannt. Fritzlar ist 2024 zum zweiten Mal Gastgeber des größten Landesfestes Deutschlands und macht sich für die zahlreichen Besucher chic. Man rechnet mit bis zu 60.000 Besuchern pro Tag. Im Rahmen der zehntägigen Veranstaltungswoche vom 24. Mai bis 02. Juni 2024 präsentiert das Bundesland Hessen und die Stadt Fritzlar Brauchtum und Kultur und knüpft Verbindungen zur modernen Lebensart. Auf einer Strecke von 2,2 km beteiligen sich um die 400 Aussteller mit Ständen und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Verbände, Vereine, Gastronomen, der Hessischer Rundfunk sowie die Landesregierung werden unter dem Motto „Eine Stadt voller Leben“ vertreten sein.

Info: www.hessentag2024.de



Dieser Beitrag enthält Werbung und entstand in Zusammenarbeit mit der Deutschen Fachwerkstraße und der Stadt Fritzlar.

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