Rothenburg ob der Tauber – Stadt mit Smile Faktor

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Rothenburg ob der Tauber wird von vielen als eine der schönsten Altstädte Deutschlands bezeichnet. Als eine Fachwerkstadt der Superlative oder als idyllisches Kleinod. Warum ich mich dieser Meinung nur anschließen kann und die fränkische Kleinstadtperle für mich die Stadt mit Smile-Faktor ist, zeige ich Dir jetzt.              Der Beitrag enthält unbezahlte und unaufgeforderte Werbung.

Inhalt

Stadtpanorama Rothenburg
Stadtpanorama vom Burggarten aus

Rothenburg ob der Tauber ist eine mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach in Nordbayern. Sie liegt auf einer kleinen Anhöhe am Fluss Tauber. Der Name ob der Tauber bedeutet „über der Tauber“. Die Stadt ist Teil der Ferienstraßen Romantische Straße und der Burgenstraße. Auch gehört sie zur Tourismus Region Romantisches Franken und Liebliches Taubertal.  Entlang der Tauber gedeiht dank des milden und sonnigen Klimas erstklassiger Frankenwein.

Die Altstadt ist umgeben von einer 3,4 km langen begehbaren Stadtmauer. Sie ist für viele Menschen das Sinnbild der perfekten mittelalterlichen Stadt.

Gerade einmal 2.500 Einwohner leben im historischen Kern, der schon viele Maler und Geschichtenerzähler inspirierte. Das Stadtbild  wurde mehrmals als Kulisse in  Zeichentrickfilmen übernommen und es wurden zahlreiche Filme in der Altstadt gedreht. 

Wir haben hier im Juli ein wunderschönes Familienwochenende verbracht. Was wir alles entdeckt und erlebt haben, zeige ich Dir jetzt. 

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Rothenburg ob der Tauber

Das Plönlein

Plönlein in Rothenburg ob der Tauber in den Morgenstunden
Plönlein in den Morgenstunden

Das Plönlein ist zurecht das meist fotografierte Motiv der Stadt. Obwohl es ganz viele schöne Ecken gibt, hat dieses Ensemble sich zum Wahrzeichen Rothenburgs durchgesetzt. Plönlein ist aus dem lateinischen (planum=ebener Platz) abgeleitet und bedeutet „kleiner Platz am Brunnen“. Auf das perfekte Bild gehört natürlich das schiefe Fachwerkhaus in der Mitte und die zwei Stadttore. Der Siebersturm links im Bild führt in das Spitalviertel und das Kobolzeller Tor führt runter in das romantische Taubertal.

Tagsüber ist es hier sehr überlaufen und man hat kaum eine Chance ein Bild ohne gefühlt 100 anderen Touristen zu machen. Es möchte natürlich jeder ein Familienbild oder Selfie vor dieser Traumkulisse machen. Deshalb empfehle ich Dir hier in den frühen Morgenstunden vorbei zu kommen oder etwas Geduld mitzubringen.

Hafengasse

Vom Marktplatz aus führt die Hafengasse an vielen Geschäften und Cafes vorbei zu meinem persönlichen Lieblingsmotiv der Stadt. Den Namen hat die Gasse von den Hafnern ( Töpfer) die hier ansässig waren. Vor dem Röderbogen findest Du auf der rechten Seite eine richtig gute Bäckerei. Hier nehmen wir uns immer etwas mit nach Hause. Vor allem das Dinkelvollkornbrot finden wir richtig lecker.

Röderbogen mit Markusturm

Röderbogen mit Markusturm Rothenburg ob der Tauber
Röderbogen mit Brunnen und Markussturm

Mein Lieblingsmotiv in der wunderschönen Altstadt ist der Blick auf den Röderbogen. Rechts neben ihm steht der Markusturm mit Storchennest auf seinem Dach. Das zartgelbe Haus von 1264 davor ist ein ehemaliges Zollhaus, in dem heute ein  Romantik Hotel untergebracht ist. Kann es denn einen schöneren Nistplatz für ein Storchenpaar geben, als den Markusturm?  Als ich das erste Mal Rothenburg ob der Tauber besuchte, hörte ich das Klappern der Störche schon von weitem. Ein Storch zog immer wieder seine Kreise um den Turm und ich bekam dabei sogar eine leichte Gänsehaut. Seit diesem Schauspiel bin ich fasziniert von dieser für mich  vollkommenen Altstadt.

Rothenburg ob der Tauber erhielt 1172 das Stadtrecht und man begann mit dem Bau einer ersten Stadtmauer. Zu ihr gehörten der Markusturm mit Röderbogen und der Weiße Turm.  Bis 1844 wurde der Markusturm als Gefängnis genutzt. Heute befinden sich hier Teile des Stadtarchives. 

Rathaus und Ratstrinkstube am Marktplatz

Rathaus mit Ratstrinkstube Rothenburg ob der Tauber
Rathaus mit Ratstrinkstube

Betritt man zum ersten Mal den Marktplatz, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus. Das riesige Rathaus beeindruckt ungemein. Der hintere, gotische Teil mit Turm ist der ältere. Von der Aussichtsplattform des  Rathausturmes hat man eine phantastische Aussicht auf die Stadt. Im Moment ist der Turm jedoch wegen der Coronapandemie geschlossen.

Die beeindruckende Vorderseite mit den Arkaden, der Renaissance Fassade und der großen Schautreppe zieht alle Blicke auf sich. Hier findet man auch ein Plätzchen auf der Treppe um die Atmosphäre zu genießen oder sich kurz auszuruhen.  

Rechts neben dem Rathaus steht die Ratstrinkstube. Die Ratsherren tranken in dem exklusiven Club nach den  Sitzungen noch ungestört einen Umtrunk. Heute befindet sich hier die Touristeninformation. 

Schau Dir die Fassade einmal genauer an. Hier ist eine Sonnenuhr, Stadtuhr und Kunstuhr angebracht. Pünktlich zur vollen Stunde erscheint ein Puppenspiel und greift eine bekannte Szene aus der Rothenburger Geschichte auf. 

Am Marktplatz kannst Du auch mehrere Cafes und Restaurants finden. Ich liebe es hier zu sitzen, die Stimmung und das Altstadtambiente zu genießen.  Die Geräusche der Gastronomie und den leichten Trubel hatten wir den Winter über sehr vermisst.

Ratstrinkstube Rothenburg ob der Tauber
Ratstrinkstube

Marienapotheke und Fleisch -und Tanzhaus

Marienapotheke und Fleischhaus Rothenburg ob der Tauber
Das Pärchen Marienapotheke und Fleischhaus

Das Fachwerkpärchen Fleischhaus und Marienapotheke sind ein weiterer Eyecatcher am Marktplatz. Das rot/weiße Fleischhaus wurde 1448 vom Bürgermeister Jagstheimer  erbaut. Daneben steht die bezaubernde Marienapotheke mit ihrem hübschen Erker. Hier lohnt es sich etwas genauer hinzusehen. Sehr gut kann man den „Wilden Mann“, ein häufiges Gestaltungsmuster, erkennen. Auch die kleinen Luken und Fenster finde ich sehr interessant.

Gerlachschmiede

Gerlachschmiede Rothenburg ob der Tauber
Gerlachschmiede

Die ehemalige Schmiede wurde im Laufe des 2. Weltkrieges zerstört und 1951 vom Schmied Georg Gerlach wieder aufgebaut. Die Wappentafel mit der gekrönten Schlange am Fachwerkgiebel entwarf  Gerlach selbst. Wenn man das romantische und geschlossene Stadtbild sieht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass 40% der Stadt zerstört  war.  Das Haus wird zurecht als das schönste und märchenhafteste der Stadt bezeichnet. Wenn ich davor stehe, fühle ich mich direkt in ein Märchen das für alle gut ausgeht, katapultiert.

Du findest die Schmiede Ecke Röderschütt und Wenggasse. Von der Stadtmauer aus hast Du auch eine tolle Sicht auf das Gebäude.

Burggarten mit Burgtor

Auf dem Gebiet des heutigen Burggartens begann die fast 900 jährige Geschichte Rothenburgs. Hier stand auf dem Bergsporn die 1142 von den Hohenstaufen erbaute Reichsburg. Sie wurde jedoch 1356 bei einem Erdbeben zerstört. Erhalten sind noch die Blasiuskapelle und das Gärtnerhäuschen mit Barockgarten.

Durch das  beeindruckende Burgtor betritt man die  ruhige  Gartenanlage. Der Turm ist der höchste der Stadt und seine halbrunden Wach-und Zollhäuschen finde ich richtig schön. Hier findest Du ein schattiges Plätzchen und hast von den Aussichtsplattformen eine phantastische Aussicht auf die Stadtsilhouette und das liebliche Taubertal. Unten im Tal gibt es auch viele schöne Gebäude zu entdecken.

Abends wird das Tor wunderschön romantisch beleuchtet. 

Rothenburger Gartenparadiese

Schon seit dem 14. Jh. prägen Gärten das Stadtbild der pittoresken Stadt. Die Rothenburger Gartenparadiese lassen sich bei geführten Rundgängen erleben. Wir hatten das Glück einen privaten Garten unterhalb des Burggartens besichtigen zu dürfen. Der naturbelassene Garten  ist von Staudenbeeten und einer Streuobstwiese geprägt. Es gibt für jeden Gartenfreund viel zu sehen und entdecken.

Der historische  Klostergarten der Dominikanerinnen ist auch ein sehr idyllisches Plätzchen. Nicht weit vom Burgtor findest Du den einstigen Kräutergarten. Er ist geöffnet von 8h-19h30. In den Wintermonaten ist er geschlossen.

Zu den Führungen durch die Privatgärten der Stadt ist eine Voranmeldung mindestens 7 Tage vor dem gewünschten Termin notwendig. Die Führungen sind kostenlos, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt. garten@rothenburg.de

Durch Rothenburgs Gassen spazieren

Auch eine Entdeckungstour abseits der Hauptstraßen lohnt sich sehr. Die Gärten sind gepflegt, die Häuser floral dekoriert und Rosenstöcke unterstreichen die Altstadtromantik. Hier ist es auch etwas ruhiger, zu den Hauptzeiten kann es schon sehr wuselig in der Stadt werden.  Ich liebe es auf Pflastersteinen zu laufen. Ich spüre bei jeder Unebenheit die Spuren der  Vergangenheit und bin immer etwas aufgeregt, wenn ich eine neue schöne Perspektive oder ein tolles Fachwerkhaus entdecke. 

Die begehbare Stadtmauer - Einmal um Rothenburg herum

Mein persönliches Highlight eines jeden Rothenburg Besuchs ist ein Spaziergang auf der begehbaren Stadtmauer. 3,4 km lang ist die äußere ehemalige Wehranlage, die zwischen dem 13. und 15. Jh. erbaut wurde. Auf ca. 2 km Wehrgang kann man vom Kobolzeller Tor zum Klingentor spazieren. Der Weg wird mal schmal, mal führt der Weg durch die mächtigen Stadttore durch und mal steigt man die Treppchen hoch oder runter.

Der Blick über die Dächer begeistert mich immer wieder. Ein paar Etagen höher findet man eine komplett andere Welt vor, die den Menschen nicht mehr gehört. Hier haben die Vögel die Stadt für sich.  Entlang der Mauer gibt es in regelmäßigen Abständen Treppen, die auf die Mauer hochführen. Auch gelangt man an den großen Stadttoren auf die Mauer.

Man könnte meinen, eine Stadt wie Rothenburg ob der Tauber sei sehr wohlhabend. Jedes Jahr kommen schließlich um die 2 Mio Besucher aus der ganzen Welt. Dabei hat Rothenburg nur 11.000 Einwohner. Das historische Erbe muss erhalten werden und die Instandhaltung kostet Unsummen. Wer die Stadt dabei unterstützen möchte, kann für den Erhalt der Stadtmauer spenden. Spendet man 1.200€ wird man auf der Stadtmauer auf einem Spendenstein mit Nennung des Namens und des Wohnortes verewigt.  Die Spender kommen aus der ganzen Welt.

Wenn eine Spende für Dich in Frage kommt, schreibe einfach die Stadtkämmerei an. kaemmerei@rothenburg.de

Stadttore und Türme

Als wir zum ersten Mal Rothenburg ob der Tauber besuchten, betraten wir die Altstadt durch das Galgentor. Das mächtige Tor mit seinen meterdicken Mauern beeindruckte mich sehr und ich wusste sofort, dass es hier richtig gut werden würde. Unglaubliche 46 Türme sind erhalten und bilden mit der Stadtmauer ein phantastisches, mittelalterliches Panorama. Die Türme und Tore unterscheiden sich auch in ihrer Form stark voneinander.

Die Türme haben auch alle natürlich einen eigenen Namen. Es gibt z.B. den Weiberturm, ein ehemaliges Frauengefängnis. Da das Galgentor zu einer Hinrichtungsstätte mit Galgen führte, gab man ihm diesen unschönen Namen. Das Spitaltor führt in das Spitalviertel und im Pulverturm wurde Schießpulver aufbewahrt. Der Henker wohnte beim Henkersturm und der Siebersturm am Plönlein bekam seinen Namen von den Mehlsiebmachern. Am interessantesten finde ich die Namensgebung vom Kummereckturm. Als Kummer wurden Schutt und Unrat bezeichnet. 

Spitalbastei

Spitalbastai Rothenburg ob der Tauber
Spitalbastei

Spätestens wenn man an der Spitalbastei ankommt, fühlt man sich richtig im Mittelalter angekommen. Das Bollwerk mit 2 Zwingern, Fallgitter, Zugbrücke und Fanghof wirkt uneinnehmbar und unglaublich massiv. Kaum zu glauben dass man sich früher so schützen musste. Hier schlägt das Herz von jedem Burgenfan auf jeden Fall höher.

Fränkisch genießen in der Altfränkischen Weinstube

Abends aßen wir in der Altfränkischen Weinstube. Der Name ist hier Programm. Leckere fränkische Gerichte, vorwiegend vom Schwein, werden frisch zubereitet. Ein Lokal das auch gerne die Rothenburger besuchen.

Das Restaurant findest Du im Klosterhof 7. Da das Restaurant gut besucht ist, empfehle ich Dir einen Tisch zu reservieren.  Tele. 09861/6404

Rothenburger Schneeballen

Schneeballen Rothenburg ob der Tauber
Original Rothenburger Schneeballen

Ein beliebtes Mitbringsel ist der Original Rothenburger Schneeballen. Das in Pflanzenfett gebackene Mürbegebäck ist in der Region Franken-Hohenlohe eine traditionelle Süßspeise, die seit dem 17. Jh. gebacken wird.  Zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Kirchweihen wird er serviert. Ursprünglich wurde er nur mit Puderzucker bestäubt. Mittlerweile gibt es aber unzählige Variationen mit Füllungen und unterschiedlichen Glasuren. In hübschen Pappschachteln verpackt, kann man sie sicher mit nach Hause nehmen. Es gibt in der Altstadt mehrere Traditionsbäckereien, die seit Generationen die Spezialität backen.

Kriminalmuseum

Richtig cool fanden wir das Mittelalterliche Kriminalmuseum in der ehemaligen Johanniterkomturei in der Burggasse 3-5. Wir haben wirklich seltsame Stationen der deutschen Rechtsgeschichte kennengelernt und können manches immer noch nicht fassen.

Wer musste zur Strafe auf einem Schandesel sitzen und warum wurde ein Keuschheitsgürtel erfunden? Was verstand man unter einem Landschändlichen oder einem Untäter?  Was wurde im Jahr  1747 in Rothenburg als Henkersmahlzeit gereicht? Wo wurde im Mittelalter Gericht gehalten und wie verlief der Prozess gegen Maria Stuart? Wie vollzog sich ein Hexenprozess und was hat es mit der Eisernen Jungfrau auf sich?  Diese Fragen und noch mehr werden in Schaukästen  und anhand von vielen Original Exponaten dokumentiert.

Streckbänke und andere fürchterliche Folterinstrumente kannten wir bereits, aber das Thema  Schandmasken war uns neu. Diese metallenen Masken mussten bei kleineren Vergehen mehrere Tage am Pranger stehend getragen werden. Je nach Verfehlung hatte die Maske eine andere Form. Einer geschwätzigen Frau hing eine lange Zunge heraus, benahm man sich wie ein Schwein, trug man eine Schweinsmaske. Ein schlechter Musiker musste eine  Schandflöte spielen. Es waren erniedrigende Strafen, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann.

Das Museum ist Montags bis Sonntags von 10h-18h geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 8€ und für Kinder ab 6 Jahren 4€.  

Käthe Wohlfahrt

In Rothenburg ob der Tauber ist das ganze Jahr Weihnachten. Aus der ganzen Welt kommen Besucher, um das mit eigenen Augen zu sehen und natürlich um einzukaufen. Das Traditionsunternehmen Käthe Wohlfahrt hat hier seinen Firmensitz und stellt in einem schön gestalteten Weihnachtsdorf tausende Weihnachtsartikel aus. Als wir den Laden betraten, fühlten wir uns wie im Schlaraffenland. Alles ist liebevoll dekoriert und es leuchtet festlich. Das Herz des Weihnachtsdorfes ist der 5m hohe Weihnachtsbaum, der umgeben von kleinen Fachwerkhäusern auf einem Marktplatz steht. Hier findet man alles, was man für ein gelungenes Weihnachtsfest braucht. Ob klassischen Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge oder auch poppigen und ausgefallenen Christbaumschmuck. Kein weihnachtlicher Wunsch bleibt offen.

Das Geschäft in der Herrngasse 1 ist leicht zu finden, es ist nicht weit vom Georgsbrunnen entfernt und vor dem Eingang steht ein großer bunter Weihnachtsbus.

Käthe Wohlfahrt Weihnachtsmuseum

Mitten im Laden führt eine Treppe hoch in das DEUTSCHE WEIHNACHTSMUSEUM. Es werden historische Figuren und Schmuck der deutschen Weihnacht ausgestellt. Weihnachtspyramiden, Christbaumständer, Weihnachtsmänner und allerlei weihnachtliches  aus Urgroßmutters Zeiten wurde zusammengetragen und somit für die Nachwelt erhalten. Es war richtig schön den alten Schmuck anzusehen. Ich mag nostalgische  Dekorationen sehr.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 5€ und für Kinder 2€. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich von den Ladenöffnungszeiten. Frag bitte vor Deinem Besuch an. Zur Internetseite geht es hier.

Rothenburg Museum

Im historischen Dominikanerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert wird die lange und aufregende Geschichte der Stadt dokumentiert. Skulpturen, Kunsthandwerk, Waffen aus der Ritterzeit und dem 30-jährigen Krieg sind ausgestellt. Auch wird auf das jüdische Leben in der Stadt eingegangen.  

Leider hatte die Zeit nicht mehr gereicht, um mir eine Sonderausstellung anzusehen. „PITTORESK“ heißt die für mich so interessante Ausstellung. Im 19. Jh. entdeckten englische und amerikanische Maler Rothenburg und hielten unglaublich liebevoll und verträumt Stadtszenen fest.

Das Museum findest Du im Klosterhof 5. Die Öffnungszeiten sind von 9h-17h, in den Wintermonaten ist es an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Auf einem Rundgang mit dem Rothenburger Nachtwächter

Ich bin ein großer Fan von Stadtführungen. Die Stadtführer haben immer tolle Geschichten, Fakten und viel zum schmunzeln in ihrem Repertoire.  Tipps und Empfehlungen geben sie  gerne und man spürt auch immer etwas stolz in der Luft liegen. 

Mit einem Nachtwächter in der Abenddämmerung durch Rothenburgs Gassen ziehen wollte ich schon immer einmal. Um 21h30 startete die Nachtwächterführung am Rathausportal. Anmelden muss man sich vorher nicht, auch bezahlt man direkt nach der Führung beim Nachtwächter. An seinem schwarzen Uniformmantel und  breitkrempigen Hut erkennt man ihn schon von weitem. Eine Laterne, ein Horn und eine Hellebarde, das ist eine axtähnliche Stangenwaffe, gehören zu seiner Ausrüstung. 

Nachdem wir uns alle in der LUCA APP eincheckten  oder uns auf Handzetteln zur Kontaktnachverfolgung eingetragen hatten, nahm der Nachtwächter uns mit auf seinem Rundgang. 

Kurioses aus dem mittelalterlichen Stadtleben und der Stadtgeschichte oder welche Aufgaben ein Rothenburger Nachtwächter hatte, erzählte er auf seine fesselnde Art und Weise.  Wir wurden mit Schätzfragen in seine Führung mit eingebunden und hatten viel zu staunen und lachen. Eine besserer Kulisse für so ein Erlebnis, kann es nicht geben.

Rothenburg mit Kindern

Als wir zum ersten Mal mit unseren Kindern in Rothenburg ob der Tauber waren, meinte unsere 17 jährige Tochter, sie hätte noch nie eine so schöne Stadt gesehen. Auch unser 12 jähriger Sohn ist begeistert und hat mit meiner alten Kamera wie verrückt Bilder gemacht. 

Für Kinder in jedem Alter wird viel geboten. An der Stadtmauer gibt es für die kleineren coole Spielplätze. Hier fühlt man sich wirklich als Ritter oder Prinzessin. Beim Spaziergang auf der begehbaren Stadtmauer wird bestimmt nicht gemeckert und in den vielen Souvenirgeschäften entdeckt jedes Kind zu viel. Unser Sohn trug voller stolz ein riesiges Holzschwert nach Hause. An den Schaufenstern von Käthe Wohlfahrt kann man sich die Nase platt drücken und auf ein leckeres Eis wird hier natürlich auch gehofft. Die Stadtführungen, die Museen und die öffentlichen Veranstaltungen sind auf jeden Fall auch tolle Erlebnisse für Kinder.

Damit es den Kindern im Hotel oder Biergarten nicht langweilig wird, gibt es gegen eine Schutzgebühr von 5 € beim Touristen Service einen Kinderstadtführer. Enthalten sind auch mehrere Gutscheine und Ermäßigungen. Das 82-seitige Heft gefällt mir sehr gut. Kindgerecht werden die Sehenswürdigkeiten und die Stadtgeschichte erklärt. Kreuzworträtsel müssen gelöst werden und man findet Tipps für Unternehmungen mit Kindern. Das Heft kann ich nur empfehlen.

Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch mit seinen Kindern den coolen Kletterpark besuchen.

Übernachten in Rothenburg ob der Tauber

Gästehaus Viktoria

Gästehaus Viktoria Rothenburg ob der Tauber
Gästehaus Viktoria

Übernachtet haben wir im Gästehaus Viktoria in der Klingengasse 8 im Herzen der Altstadt. Das Gästehaus wird liebevoll von Familie Menzel geführt und wir wurden sehr herzlich empfangen. Das zweistöckige Landhaus bietet auf 85 m² genug Platz für uns als Familie. Die Kinder hatten im Obergeschoß ihr eigenes Schlafzimmer mit Bad und Wohnzimmer. Wir Eltern schliefen im 1. Obergeschoß, in dem sich die Küche mit Essbereich befindet. 

Das Ferienhaus ist im gemütlichen Landhausstil eingerichtet und verfügt über alles was man für einen Urlaub in einem Ferienhaus braucht. Kostenloses WLAN (vor allem mit Teenies sehr wichtig), eine voll eingerichtete Küche mit Geschirrspüler, kostenloser Parkplatz hinter dem Haus und eine tolle Aussicht auf die Altstadtgasse.

Von hier aus waren wir schnell auf der begehbaren Stadtmauer und an der St. Jakobus Kirche.

Hier geht es direkt zur Website.

Veranstaltungen in Rothenburg ob der Tauber

In Rothenburg ob der Tauber wird auch gerne gefeiert und die Traditionen hochgehalten. Es finden im Laufe des Jahres die unterschiedlichsten Veranstaltungen statt. Ich nenne Dir die schönsten.

  • Das historische Festspiel MEISTERTRUNK findet vom 03.06.-06.06.2022 statt. Hier werden  in der ganzen Altstadt berühmte Szenen aus der Stadtgeschichte um General Tilly von historischen Gruppen gespielt.
  • Das TOPPLER THEATER unterhält die Gäste vom 11.06.-26.08.02022. Im ehemaligen Nordhof des  Dominikanerkloster werden für 138 Zuschauer auf der Sommerbühne Theaterstücke aufgeführt.
  • Das TAUBERTAL FESTIVAL macht Stimmung vom 12.08.-14.08.2022. Musikgrößen wie Die fantastischen Vier, Pink, Placebo sind hier schon aufgetreten. So bietet Rothenburg auch etwas für das junge Publikum.
  • Die ROTHENBURGER WANDERWOCHEN finden statt vom 26.03.-03.04.2022 und vom 15.10.-23.10.2022. Die  Wanderungen sind kostenfrei und werden von einem Wanderführer begleitet.
  • Beim ROTHENBURGER MÄRCHENZAUBER vom 04.11.-19.11.2022, tauchen Jung und Alt in der märchenhaften Kulisse in die Welt der Märchen ein. Lesungen und Vorführungen aber auch Konzerte greifen klassische und moderne Märchen auf.
  • Der Weihnachtsmarkt REITERLESMARKT findet vom 25.11.-23.12. 2022 statt. Ein schöneres Ambiente als die Rothenburger Altstadt kann es für die Weihnachtszeit fast nicht geben.
Fachwerkhäuser am Plönlein
Fachwerkhäuser am Plönlein

Corona Sicherheitsmaßnahmen in Rothenburg

Die Stadt Rothenburg nimmt die Corona Schutzmaßnahmen sehr ernst. Wir haben uns dadurch jederzeit sehr sicher gefühlt und konnten ein sorgenfreies Wochenende verbringen.

Generell gilt in Bayern: 

Das tragend einer FFP2 Maske  ist in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln Pflicht.

In Gastronomie und Beherberungsbetrieben gilt 3 G.

An unseren Gastgeber haben wir per SMS einen Screenshot unseres aktuellen Negativen Corona Tests gesendet und im Treppenhaus der Unterkunft Maske getragen. Auf dem Weg nach Rothenburg haben wir uns testen lassen und auf unser Handy die Testergebnisse erhalten. Unsere Gastgeber haben auch sehr auf Abstand geachtet und FFP2 Maske getragen.

In den Museen, Restaurants, Cafes und bei der Stadtführung checkten wir uns zur Kontaktnachverfolgung in der LUCA-APP ein, die super einfach anzuwenden ist. Es gab auch die Möglichkeit handschriftlich ein Formular auszufüllen.

Überall dort, wo Kontakt mit Besuchern und Kunden war, wurde desinfiziert und Maske getragen. Mehr Sicherheit geht nicht.

Auf der begehbaren Stadtmauer hat man einen „Einbahnverkehr“ eingerichtet. Das bedeutet, dass man nur in angegebener Richtung laufen darf, damit man sich nicht auf dem schmalen Weg aneinander vorbei drücken muß.

In Rothenburg kannst Du Dich hier testen lassen:

Schnelltest-Zentrum Mehrzweckhalle, Friedrich-Hörner-Weg, direkt am Parkplatz P1

Zur Terminreservierung und den Öffnungszeiten geht es hier.

Hier kannst Du Dich über die aktuellen Coronaregeln in Bayern informieren.

Aussicht auf Rothenburg
Altstadtpanorama

Stadtplan Rothenburg ob der Tauber

Stadtplan Rothenburg ob der Tauber
Quelle: Tourismus Service Rothenburg ob der Tauber

Meine Tipps für Deinen Rothenburg Besuch

  • Informiere Dich vor Deinem Besuch über die Sehenswürdigkeiten und deren Öffnungszeiten. Je nach Jahreszeit und der aktuellen Coronasituation können sie sich ändern. Toll finde ich die Internetpräsenz des Tourismus Service.   
  • Lass Dir die Stadt von einem Stadtführer zeigen und die Stadtgeschichte erzählen.
  • Ein absolutes Muss ist für mich ein Spaziergang auf der begehbaren Stadtmauer. Die Aussicht auf die Stadt über die Dächer hinweg ist einmalig.
  • Das Kriminalmuseum lege ich Dir auch ans Herz. Du erfährts Stationen aus unserer Rechtsgeschichte, die Dich überraschen werden.
  • Wenn  Du gerne fotografierst, vergiss bitte Deinen Fotoapparat nicht. Achte auch darauf, dass Dein Handy genug Akku hat ( am besten nimmst Du noch eine Powerbank mit). Du wirst so viele schöne Fotomotive sehen und nicht mehr mit fotografieren aufhören können.
  • Die Stadt ist sehr gut besucht. Fotografieren kann tagsüber schwierig werden. Nutze dafür die frühen Morgenstunden, dann hast Du auch die schönsten Lichtverhältnisse. Aufgrund der aktuellen Coronapandemie fehlen jedoch die sonst so zahlreichen Besucher aus den USA und Asien und die Stadt ist nicht so überlaufen wie normal.
  • Mein letzter Tipp für Dich: Genieß jede Stunde in vollen Zügen. Die schönsten Ausflüge sind gefühlt immer am schnellsten wieder vorbei.

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Der Beitrag enthält unbezahlte Werbung. Ich berichte nur über Orte, die mir richtig gut gefallen und die ich Dir mit guten Gewissen weiterempfehlen kann.

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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Katz

    Hallo Nina dies ist ein wunderbarer Beitrag, der einlädt dieses Städtchen zu besuchen.
    mfg Kathrin

    1. Nina

      Liebe Kathrin, vielen Dank für Dein tolles Feedback. Rothenburg ist einmalig schön und immer wieder eine Reise wert. Liebe Grüße aus Pforzheim

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